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Tipps und Infos für Unternehmer #6Sind Sie fit für das Rating durch Ihre Bank?
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Qualitative Ratingkriterien der Sparkassen |
Verbesserungsbedarf bei uns |
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Ja |
Nein |
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| Strategie | ||
| Management | ||
| Personal | ||
| Informationspolitik | ||
| Planung | ||
| Controlling | ||
| Produkt / Dienstleistung | ||
| Individuelle Marktstellung | ||
| Allgemeine Branchenentwicklung | ||
| Absatzmarkt | ||
| Abhängigkeiten / Spezifische Risiken | ||
| Organisation wie z.B. Qualitätsmanagement | ||
| Forschung und Entwicklung | ||
| Einkauf und Lagerhaltung | ||
| Produktion und Leistungserstellung | ||
| Marketing und Vertrieb | ||
Wie sieht es bei den sogenannten harten Kriterien aus? – Ist Ihr Jahresabschluß, Ihre BWA und Ihre Kontoführung aus Sicht der Bank fit für das Rating? Entspricht Ihre Eigenkapitalquote den Anforderungen des Ratings?
Liegen bei Ihnen besondere Warnsignale vor? Warnsignale führen bei Sparkassen zum Beispiel zu einer Rückstufung der Rating-Note um bis zu drei Ratingklassen. Warnsignale sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Warnsignale |
Verbesserungsbedarf bei uns |
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Ja |
Nein |
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| Ununterbrochene Kontoüberziehung | ||
| Lastschriftrückgaben | ||
| Verzögerung vereinbarter Raten für die Sparkasse | ||
Zu berücksichtigen sind weiterhin die 31 Übergabekriterien zwischen den Abteilungen Markt und Sanierung / Abwicklung der Bank, die bereits heute gelten. Wenn drei dieser Kriterien gleichzeitig vorliegen, so muß der Kundenberater aus der Marktabteilung den gesamten Kredit-Vorgang der Abteilung Kreditrisikoüberwachung vorlegen. Diese hat dann zu entscheiden, ob der Vorgang an die Rechtsabteilung / Sanierung übergeben wird. Einige Beispiele dieser einunddreißig zwingend vorgeschriebenen Übergabekriterien sind:
Übergabekriterien an Sanierung / Abwicklung |
Verbesserungsbedarf bei uns |
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Ja |
Nein |
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| Rückläufige Kontoumsätze innerhalb der letzten 6 Monate | ||
| Aufbau einer weiteren Bankverbindung | ||
| Wechsel des Steuerberaters / des Wirtschaftsprüfers | ||
| Vermehrte Bankauskünfte | ||
| Änderung der Bewertungsmethoden in der Bilanz | ||
| Keine Ausnutzung von Skonti | ||
| Verlängerung der Zahlungsziele | ||
Fazit:
Haben Sie bei höchstens zwei Punkten Verbesserungsbedarf? Dann sind Sie wirklich fit für das Rating durch Ihre Bank. Wenn nicht, lesen Sie einfach weiter.
Angenommen, Ihre Kreditkonditionen verschlechtern sich bei Inkrafttreten von Basel II und die Ihrer Wettbewerber verbessern sich. Die Folge: Ihr Konkurrent wird den Preiskampf mit Ihnen häufiger gewinnen und Sie werden ihn häufiger verlieren.
Dies wiederum kann zu rückläufigen Umsätzen und diese wiederum zu einem rückläufigen Gewinn führen. Das alles vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Wettbewerbs.
Ein Blick in die Insolvenzforschung hilft, die Gründe für ein Rating besser zu verstehen. Die Insolvenz eines Unternehmens tritt danach nicht überraschend auf. Bei allen Unternehmen steht sie am Ende eines Prozesses, der über verschiedene Krisenstadien hinweg zu beobachten ist. Dabei nimmt die Bonität, ausgedrückt als Ratingnote, kontinuierlich ab. Der idealtypische Ablauf ist wie folgt:

Die Strategiekrise steht in der Regel am Anfang der Entwicklung. Die Verfehlung strategischer Ziele ist mit geeigneten Frühwarnindikatoren ist meßbar. Hier sind Gegenmaßnahmen noch an leichtesten möglich. Schwieriger wird dies schon in der Rentabilitätskrise. Sie läßt sich an einer rückläufigen Gewinnentwicklung erkennen. In einer akuten Liquiditätskrise ist die Handlungsfreiheit des Unternehmens sehr stark eingeschränkt. Sie ist häufig ein Vorbote der Insolvenz.
Unternehmen mit einem ausgezeichneten Rating befinden sich außerhalb dieser Pyramide, quasi oberhalb der Strategiekrise. Je schlechter Ihr Rating ausfällt, desto näher sind Sie aus Sicht der Bank statistisch abgesichert am unteren Bereich der Krisenpyramide.
Dies ist keine Einbahnstraße, weil die Unternehmen in den meisten Fällen rechtzeitig und richtig reagieren und wieder in den sicheren Bereich gelangen. Aber die jährlich 40.000 Unternehmensinsolvenzen sprechen eine deutliche Sprache. Darüber hinaus sind in Deutschland lediglich ein Viertel aller Unternehmen älter als 20 Jahre. Und nur 2 Prozent der Firmen erreichen ein Alter von mehr als hundert Jahren.
Fordern Sie als erstes die Ratingkriterien Ihrer Bank an und erfragen Sie Ihre eigene Ratingnote. Nehmen Sie dies zum Anlaß für eine Ist-Analyse der internen wie der externen Faktoren für Ihr Unternehmen. Wenn Sie bisher Ihre strategischen Ziele nicht schriftlich formuliert haben, sollten Sie dies nun nachholen.
Stellen Sie als zweites ein Team zur Verbesserung Ihrer Ratingnote zusammen. Sie sollten an der Spitze dieses Teams stehen, denn es geht um die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens. Wenn Sie bisher keine Erfahrung mit Liquiditätsplanung oder Risikomanagement haben, ist es erfahrungsgemäß besser, eine externe Unterstützung zeitweise anzufordern.
Wenn Sie einen Fahrplan für Ihr Team oder weitere Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an uns unter 0 22 36 - 96 71 49 wenden.
In Finanzierungsfragen läßt sich kurzfristig natürlich nicht viel erreichen, da ein Unternehmen nicht binnen Wochen umstrukturiert werden kann.
Häufig sind geänderte Bewertungen von Sicherheiten wie Immobilien Ursache für Limitkürzungen. Wenn weitere Sicherheiten vorhanden sind oder die von der Bank angenommenen Ursachen für eine Abwertung nicht zutreffend sind, sollte sich das Problem lösen lassen.
Verfügt Ihre Bank über aktuelle Kunden- oder Auftragslisten? Kennt sie Ihre Planungen für die nächsten Jahre? Je offener Sie der Bank gegenüber sind, desto besser.
Weitere relativ kurzfristig wirkende Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation sind:
Möglicherweise kommt auch ein Wechsel der Bankverbindung oder die Aufnahme einer zweiten Bankverbindung in Betracht, wenn Ihre Branche bei der Bank bereits zu stark vertreten ist.
Wenn Sie sich für eine Eigenkapitalbeschaffung interessieren, können wir Ihnen dazu verschiedene Möglichkeiten und Wege aufzeigen und Ihre Aussichten auf Erfolg grob abschätzen. Bei Interesse und Eignung empfehlen wir Sie unserem erfolgreichen Kooperationspartner.
© 2005, Jörg Stottrop MBA
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