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Die folgende Tabelle ist ein Service der Unternehmensberatung Stottrop und richtet sich vor allem an Entscheider und Unternehmer, die schon erste Erfahrungen mit Qualitätsmanagement haben.

Falls in Ihrem Unternehmen Qualitätsmanagement noch kein Thema ist und Sie grundsätzliche Fragen haben, beraten wir Sie gerne. Schicken Sie bitte eine E-Mail, nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie jetzt an: 0 22 36 - 96 71 49

Begriffe und Abkürzungen zum Qualitätsmanagement
  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U Ü V W Z
     
 

Begriff bzw. Abkürzung

Erläuterung

  4-M-Diagramm Abwandlung des Ishikawa-Diagramms zur Untersuchtung eines Ursache-Wirkungs-Gefüges mit den Rubriken Mensch, Maschine, Methode, Material. Eignet sich gut für eine Gruppendiskussion zur Fehlerursachenfindung.
  2002/95/EG Richtlinie EG RL zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten "Restriction of Hazardous Substances (ROHS)" , umgesetzt in deutsches Recht durch ElektroG - Elektro- und Elektronikgerätegesetz, u.a. Verbot von Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom VI und anderen Stoffen in definierten Elektro- und Elektronikprodukten.
  2006/42/EG Richtlinie EG Maschinen-Richtlinie (englisch: MD, machinery directive), anwendbar ab 29.12.2009 ohne Übergang. Sie ersetzt die Richtlinie 98/37/EG , deutsche Umsetzung: 9. GPSGV Maschinenverordnung
  5A siehe 5S Methode, häufige deutsche Übersetzung des japanischen 5S-Programms, zu Deutsch: Aussortieren, Aufräumen, Arbeitsplatz gründlich säubern und ggf. verschönern, Anordnungen ausarbeiten, Alle Anordnungen einhalten (Selbstdisziplin). Man kann die japanischen 5S auch im Deutschen mit 5 S auf Deutsch beschreiben.
  5S Seiri, Seiton, Seiso, Seiketsu, Shitsuke sind 5 japanische Wörter, die auf Deutsch wie folgt übersetzt werden können: Sortieren (Unnötiges Aussortieren) - Systematisch Ordnung schaffen (Aufräumen) - Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz vorbildlich schaffen - Standardisierung aller Detailabläufe- Ständig Selbstdisziplin üben. Siehe auch 5S Methode
  5S Methode Aus Japan kommende Methode zur tiefgreifenden Verbesserung von Abläufen und Platzausnutzung. 5S bezieht sich auf 5 japanische Wörter, die mit S beginnen (siehe 5S). Die Methode ist leicht verständlich und erstaunlich effektiv. Jedoch gelingt die Einführung nur gegen Anfangswiderstände. Eine Standardlektüre dazu ist "five pillars of the visual workplace".
  5S-Audit Audit zur Überprüfung der Einhaltung der 5S-Pflichten nach der 5S-Methode an einem Arbeitsplatz. Keine Pflicht nach ISO 9001, aber ein sehr wirkungsvolles Mittel, um Zeit und Platz sinnvoller zu nutzen. Ein Element des KVP (siehe dort) (Nutzen Sie die Suchfunktion mit Strg + F)
  8D "Acht Disziplinen" - Problemlösungs- und Dokumentationsverfahren (8D-Report) zur Auffindung und Abstellen von Fehlern an Produkten. Wird häufig von Industriebetriebe an ihre Lieferanten beim Auftreten von Fehlern in der Lieferung geschickt. Wenn man solch ein Dokument erhält, sollte man dies eher als Chance denn als Last betrachten - so schwer dies im ersten Moment auch fallen mag. Näheres auf meiner Homepage Stottrop-online.de
  8D-Report siehe 8D
  90/385/EWG Richtlinie RL über aktive implantierbare medizinische Geräte. Diese EU Richtlinie beschreibt im Anhang II konkrete Anforderungen an ein Qualitätsmanagement-System im Rahmen der Konformitätsbewertungsverfahren. Siehe auch DIN 13485 sowie MPG.
  93/42/EWG Richtlinie des EU-Rates über Medizinprodukte, Forderung nach Qualitätssicherung. Umgesetzt ins deutsche Recht durch das Medizinproduktegesetz und die darauf fußenden Verordnungen und den Normen gemäß § 3 Nr. 18 MPG.
  93/43/EWG Richtlinie aufgehobene EU Richtlinie über Lebensmittelhygiene. Sie wird ersetzt durch die EU-Verordnung 852/2004/EG. Deutsche Umsetzung u.a. über LMHV. Anforderungen an ein Managementsystem werden igestellt.
  97/23/EG Richtlinie EG Druckgeräte-Richtlinie (EC PED, pressure equipment directive auf englisch), deutsche Umsetzung: 14, GPSGV Druckgeräteverordnung
  98/79/EG Richtlinie EU-RL über in-Vitro-Diagnostika. Diese EU Richtlinie beschreibt im Anhang IV konkrete Anforderungen an ein Qualitätsmanagement-System im Rahmen der Konformitätsbewertungsverfahren. Siehe auch DIN 14385 und MPG.
  AA Arbeitsanweisung, Dokumentation eines Arbeitsablaufes für einen bestimmten Arbeitsplatz oder Tätigkeit. Es beschreibt die Vorgehensweise ganz konkret und detailliert. Dadurch soll die Tätigkeit von allen Ausführenden in der gleichen Weise qualitativ hochwertig durchgeführt werden
  ABC-Analyse Qualitativ, relativ abstufende Bewertungsmethode, wobei A das Wichtige und C das Unwichtigste oder Schlechteste ist. (s.a. Pareto-Analyse)
  Abnahmeprüfzeugnis nach DIN EN 10204:2005 sind spezifische Prüfbescheinigungen entweder als Typ 3.1 oder Typ 3.2 der "neuen" Norm, die beide die Übereinstimmung mit der Bestellung unter Angabe von Ergebnissen spezifischer Prüfung anzeigen. Beim Typ 3.1 ist der Prüfer von der Fertigungsabteilung des Herstellers unabhängig. Beim Typ 3.2 ist der Grad der Unabhängigkeit noch weiter erhöht.
  Abweichung Nicht-Übereinstimmung mit Forderungen z.B. der Norm ISO 9001, zum Beispiel festgestellt bei einer Prüfung, einer Kundenbeschwerde oder einem Audit. Abweichungen haben Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen zur Folge (oder sollten dies zur Folge haben, sofern sie berechtigt und ausreichend schwerwiegend sind).
  Akkreditierung Formelle Anerkennung der Kompetenz einer Organisation, spezifische Aufgaben wie z.B. Zertifizieren, Kalibrieren auszuführen.
  Annahmekriterien Merkmale von zu beschaffenden Gütern, die bei der Wareneingangsprüfung festgestellt werden können. Beispiele sind Materialkennwerte wie Zugfestigkeit, Dehnung, Rohdichte, Farbe. Kritische Kundenkriterien.
  Annahme-Stichprobenanweisung Sie legt bei zählenden Prüfungen den Umfang der Stichprobe (n) und die maximale Anzahl von fehlerhaften Teilen (c) in der Stichprobe fest. Werden beispielsweise bei der Lieferung eines Produktes in einer Stichprobe von 32 Teilen (n) zwei fehlerhafte Produkte gefunden (c ist gleich 1), so wird die gesamte Lieferung wieder zurückgeschickt.
  APQP engl. "Advanced Product Quality Planning. Qualitätsvorausplanung und Kontrollplan in der Automobilindustrie nach QS-9000. Produktentstehungsphase: Deckt die Schritte von der Produktentwicklung bis zur Serienfertigung ab. Die Qualitätsvorausplanung erfordert ein interdisziplinäres Team aus allen Hauptabteilungen. Sie dient zur Festlegung von Prüfungen und Tests für neue, künftige Produkte.
  AQAP NATO Normenreihe
  AQL Annehmbare Qualitätsgrenzlage. Dies ist der maximale Anteil fehlerhafter Einheiten in der Stichprobe eines geprüften Loses als Prozentzahl ausgedrückt. Sie wird nach ISO 2859 oder ISO 3951 ermittelt und sollte vertraglich zwischen Lieferant und Kunde vereinbart werden. Die ISO 2859 beschreibt zählende (attributive), während die ISO 3951 (variable) messende Vorgänge beschreibt.
  AQL -Zahl Liegt der Fehleranteil in einem geprüften Lieferlos über der AQL-Zahl, so wird die gesamte Lieferung zurückgewiesen. Als Daumenregel gilt, daß der Fehleranteil bei attributiven Merkmalen in der Produktion des Lieferanten maximal halb so hoch sein darf, wie die AQL-Zahl, die mit dem Kunden vereinbart wurde.
  Arbeitsanweisung siehe AA
  Arbeitsvorbereitung Planung des Produktionsablaufes. Festlegung von Verfahren, Reihenfolge, Mengen und Zeiten in der Produktion.
  Assessor Prüfer nach dem EFQM-Modell. Ein EFQM-Assessor bewertet ein Unternehmen gemäß den EFQM-Kriterien.
  ATEX - Produktrichtlinie Richtlinie 94/9/EG vom 23. März 1994 für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen
  attributive Prüfung zählende Prüfung
  Attribut-Prüfung Abnahmeprüfung, bei der das Qualitätsmerkmal des geprüften Teils lediglich die Werte "gut" oder "schlecht" annehmen kann. Sie wird auch zählende Prüfung genannt. (Gegensatz: Variablenprüfung)
  Audit vom lateinischen "audire" = hören. Methode zur Bewerten von Unternehmen durch Befragen, Beobachten, Einsichtnahme in Dokumente. Man unterscheidet interne und externe Audits. Letztere werden von Fremdfirmen durchgeführt z.B. Zertifizierer oder Kundenunternehmen (s.a. Lieferantenaudit). Ein Audit ist ein systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Auditnachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um zu ermitteln, inwieweit die Auditkriterien erfüllt sind.
  Auditarten Man unterscheidet Systemaudit, Produktaudit und Prozeßaudit. Weiterhin gibt es Zertifikat-, Überwachungs- und Wiederholungsaudits.
  Auditfragen Vor dem Audit schriftlich oder mündlich festgelegte Fragen zur Erleichterung von internen und externen Audits. Die sogenannte Turtle-Methode hilft einem, wenn man die Auditfragen vergessen haben sollte (was eigentlich nicht vorkommen darf).
  Auditkriterien Vorher festgelegte Anforderungen zum Beispiel aus der ISO 9001 oder ISO 14001 sowie der internen Umsetzung dieser Forderungen
  Auditnachweis Aufzeichnungen, Tatsachenfeststellungen oder andere Informationen, die für die Auditkriterien relevant und verifizierbar sind. Auditnachweise können qualitativ oder quantitativ sein.
  Auditor Person, die ein Audit durchführt. Er oder sie muss unabhängig von dem zu auditierenden Prozess und fachlich sowie menschlich als Auditor geeignet sein. Ein QMB kann sich nicht selber auditieren.
  Auditplan Programm, in dem Audit-Termine, Auditierte, ggf. Auditkriterien, Auditorte und Auditoren notiert sind, damit das Audit gut organisiert ablaufen kann.
  Auditprinzipien Ethisches Verhalten (Diskretion, Ehrlichkeit u.a.), sachliche Darstellung, berufliche Sorgfalt, Unabhängigkeit, Vorgehen, das auf Nachweisen beruht. Siehe auch DIN EN ISO 19011
  Aufzeichnungen Belege, Nachweise wie Prüfprotokolle, Rechnungen, ausgefüllte Vordrucke
  Ausgegliederter Prozess Prozess, der für das QM-System wichtig ist, der aber von einer externen Partei durchgeführt wird. Beispiel 1: Eine Schreinerei führt das Lackieren der angefertigten Möbel nicht selber durch, sondern lässt dies von einer externen Lackiererei erledigen. Beispiel 2: Ein Softwarehaus beantwortet telefonische Kundenrückfragen nicht selber, sondern lässt dies von einem Call-Center erledigen. s.a. Abschnitt 4.1 ISO 9001:2008
  Balanced Scorecard Ausgewogenes Zielsystem. Methode von Kaplan und Norton zur Steuerung von Unternehmen. Dabei werden quantifizierte Ziele für vier Bereiche gebildet und ihre Umsetzung begleitet: 1. Finanzen, 2. Kunden, 3. Prozesse, 4. Lernen und Innovation. Balanced dh. ausgewogen durch Mischung von "harten" und "weichen" sowie internen und externen Zielen. Scorecard heißt Punktekarte.
  BAM Bundesanstalt für Materialprüfung
  BdoL Beauftragter der obersten Leitung, siehe Abschnitt 5.5.2 ISO 9001:2008. Meist wird dies mit QMB = Qualitätsmanagementbeauftragte(r ) übersetzt. Dies ist eine Stabsfunktion unterhalb der obersten Leitung, die das QM-System aufrechterhalten soll. In vielen kleinen und mittleren Firmen wird diese Aufgabe an einen externen Berater wie an die Unternehmensberatung Stottrop vergeben. Jedoch ergibt sich in der 2008er-Novelle der ISO 9001 ein signifikanter Unterschied. In den Anmerkungen zum Abschnitt 5.5.2 der ISO 9001 stand in der 2000er Fassung, dass das Unternehmen eine "Verbindung" mit Externen in dieser Sache eingehen kann. In der aktuellen 2008er Version steht nun statt "Verbindung" nur noch das Wort "Zusammenarbeit". Jedoch hat sich dieser Begriff nur in der deutschen Fassung der Norm geändert. In der offiziellen englischen und der französischen Fassung der ISO 9001 ist der Begriff "liaison" oder "liaising" geblieben. Diese Änderung in der deutschen Fassung wird von akkreditierten Zertifierungsgesellschaften so interpretiert, dass eine rein externe Vergabe dieser "Position" nicht mehr möglich ist. Das heißt: Jetzt muss es eine interne Beauftragte der obersten Leitung im Unternehmen selber geben, der von einem externen Berater nach wie vor unterstützt werden kann.
  Befähiger Begriff nach dem EFQM-Modell. Zusammenfassung von fünf der neun Aspekte des EFQM-Modells. Dazu zählen: Führung, Mitarbeiterorientierung, Politik und Strategie, Ressourcen, Prozesse. Diese Aspekte sollen ein Unternehmen in die Lage versetzen, die geplanten Geschäftsergebnisse zu erzielen.
  Beigestellte Produkte veralteter Begriff aus der ISO 9001:1994, Vom Auftraggeber zur Weiterverarbeitung oder Ergänzung beigestellt. Zum Beispiel ist das Ölgemälde, das einem Rahmenhersteller zur Rahmung beigestellt wird, ein beigestelltes Produkt. Entspricht den Forderungen des Abschnittes 7.5.4 der ISO 9001:2008 "Eigentum des Kunden", das ähnliche Forderungen enthält.
  Benchmarking Vergleich zwischen Unternehmen oder Unternehmensbereichen, auch branchenübergreifend, zur Ermittlung von Leistungskennzahlen. Diese können als Grundlage für künftige Ziele dienen. Produkt- und Prozeßbenchmarking
  Beschwerde Chance zur Verbesserung durch einen unzufriedenen Kunden
  Beschwerde-Management System zur Kundenbindung durch Dokumentation und positives Eingehen auf Unzufriedenheitsäußerungen von Kunden. Motto: "Es ist zwanzig mal billiger einen unzufriedenen Kunden zu halten, als einen neuen zu gewinnen" (Henry Ford). In der Autoindustrie wird hier oft der 8D-Report benutzt.
  Betriebliches Vorschlagswesen System zur Gewinnung, Belohnung und Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen von Mitarbeitern
  Binomiale Verteilung Es geht um die Verteilung von zwei Merkmalen (ja/nein oder defekt/nicht defekt). Ist die Wahrscheinlichkeit eines Elementes p, so ist die Wahrscheinlichkeit des anderen Elementes 1 - p. Sie ist die Grundlage der attributiven (zählenden) Prüfung nach DIN ISO 2859.
  Brainstorming Methode zur Ideenfindung in einer Gruppe. Die Entwicklung und die Bewertung von Ideen muß dabei streng getrennt werden.
  BRC / IoP British Retail Consortium / Institute of Packaging - haben gemeinsam einen globalen Standard für Lebensmittelverpackungen veröffentlicht.
  BRC Food Global Standard for Food Safety - ältester BRC Standard
  BRC/IoP A-Zertifikat reduzierte Anforderungen für Hersteller von Sekundärverpackungen für Lebensmittel nach dem HACCP-Konzept
  BRC/IoP B-Zertifikat verschärfte Anforderungen für Hersteller von Primärverpackungen von Lebensmittel auf Basis des branchenspezifischen HACCP-Konzeptes
  BS British Standard
  BSC Balanced Scorecard (s.dort)
  CA Corrective Action, englisch für "Korrekturmaßnahme" z.B. nach Audits
  CAQ Computer Aided Quality Management. Sammelbegriff für käufliche EDV-Programme für die verschiedenen Bereiche des Qualitätsmanagements wie Prüfungen, Prüfmittelverwaltung, Auditverwaltung, FMEA, EMBP, APQP ...
  CAS-Nr. engl., Chemical Abstracts Service-Nr. - international einheitliche Numerierung von Chemikalien dh. Reinstoffen
  CCP Critical Control Point gemäß dem HACCP-Konzeptin der Lebensmittelindustrie. Kontrollen an diesem Punkt sollen Gesundheitsrisiken durch die Lebensmittel verhindern.
  CCP - Entscheidungsbaum Entscheidungsbaum zur Festlegung kritischer Punkte im Rahmen eines HACCP-Managementsystems nach ja/nein Fragen.
  CE-Zeichen Zeichen auf Maschinen und anderen Produkten zur Konformitätserklärung mit den gültigen europäischen Normen und Regeln. Maschinen innerhalb der EU müssen seit 1995 das CE-Zeichen tragen. Ist das nicht der Fall, müssen sie in Deutschland zumindest die Mindestanforderungen nach Anhang 1 und 2 BetrSichV einhalten. Das genormte CE-Zeichen ist auch anzubringen auf: Bauprodukten, Medizinischen Geräten, Elektrischen Geräten, Spielzeugen, Telekommunikationsendgeräten, Persönlichen Schutzausrüstungen, nichtselbständigen Waagen, Warmwasserheizkessel, Gasverbrauchseinrichtungen sowie bei elektromagnetischer Verträglichkeit.
  China Compulsory Certification (CCC - Zertifizierung) Seit dem 1. August 2003 Pflicht-Zertifizierung von in- und ausländischen Herstellern in der Volksrepublik China. Zertifizierungspflichtige Waren sind im sogenannten "Ersten Katalog" enthalten. Dieser umfaßt 132 Warengruppen.
  cmk - Wert Aussage über die Maschinenfähigkeit eines Meßmittels oder einer Maschine. Üblicherweise wird ein Mindestwert von 1,67 eingesetzt. Er kann von dem Hersteller des Gerätes bzw. der Maschine ermittelt werden. Bei Werten unter 1,67 sind Korrekturmaßnahmen erforderlich.
  CP Controll Point, sonstiger Kontrollpunkt (kein kritischer Kontrollpunkt) gemäß dem HACCP-Konzept für die Lebensmittel- und verwandte Industrie, der bei fehlender Überwachung oder mangelhafter Korrekturmaßnahmen zu einem Qualitätsmangel des Lebensmittels führen kann (Im Gegensatz zu Gesundheitsschäden bei einem CCP).
  cp - Wert Der Prozeßfähigkeitsindex cp ist der Streuungsindex.
  cpk - Wert engl, critical process capability: Der Prozeßführungsindex Cpk ist der Niveauindex. Er macht eine Aussage über die Beherrschtheit eines Prozesses im Rahmen der statistischen Prozeßregelung (SPC). Üblicherweise werden Werte zwischen 1,33 und 1,67 angesetzt. Zu hohe Werte sind unwirtschaftlich.
  CSR Corporate Social Responsibility. Frewilliges Managementsystem, das Umweltschutz-, soziale und ökonomische Belange berücksichtigt (3-Säulen-Modell). Das EU Weißbuch definiert CSR wie folgt: "Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren." Ausgangspunkt ist das alte Leitbild des "ehrbaren Kaufmanns".
  DAkkS Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) gemäß Verordnung (EG) Nr. 765/2008 zuständig ab 01.01.2010 als einzige nationale Stelle in Deutschland für alle Akkreditierungen. TGA und DAR gibt es seitdem nicht mehr.
  DAR Deutscher Akkreditierungsrat, aufgelöst in der DAkkS seit 2010
  Deming cycle siehe Deming-Kreis
  Deming, William Edwards Pionier und engagierter Förderer des Qualitätsmanagements in Japan in den 50er Jahren und in den USA in den 80er Jahren (s.a. www.deming.ch)
  Deming-Kreis auch PDCA-Zyklus genannt: Plan-Do-Check-Act = Planen - Tun - Prüfen - Handeln im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung; Grundlage von einigen Management-Normen wie ISO 9001, ISO 9004, ISO 14001, OHSAS 18001 und andere
  Designlenkung Entwicklungsplanung
  deviation, engl. Abweichung, siehe dort
  De-Zertifizierung Aberkennung des Zertifikats z.B. nach ISO 9001 durch den Zertifizierer z.B. aufgrund des Einwandes eines Kunden an den Zertifizierer im Falle grober Verstöße gegen die Norm
  DGQ - Band 35-01 Qualitätsmanagement in der öffentlichen Verwaltung, Stand 2005
  DGQ e.V. Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V., Dort ist die Unternehmensberatung Stottrop Mitglied seit vielen Jahren; empfehlenswert zur eigenen Weiterbildung für alle im QM-Bereicht Tätigen.
  Diagramm zeichnerische Darstellung, Schaubild
  DIN EN 10204:2005 Diese Norm wurde im Januar 2005 in überarbeiteter Fassung in deutsch veröffentlicht. Sie ist identisch mit der europäischen Ausgabe von 2004. Sie legt nur noch 4 statt bislang 7 Arten von Prüfbescheinigungen fest: Werksbescheinigung, Werkszeugnis, Abnahmeprüfzeugnis 3.1 und 3.2.
  DIN EN 9102:2007 Luft- und Raumfahrt - Qualitätsmanagementsysteme - Erstmusterprüfung, deutsche Ausgabe der EN 9102 aus 2006
  DIN EN ISO DIN-Norm, Europa-Norm und Norm der Internationalen Standardisierungs Organisation
  DIN EN ISO 10012 Messmanagementsysteme - Anforderungen an Messprozesse und Messmittel
  DIN EN ISO 13485 : 2010 Medizinprodukte - QM-Systeme Anforderung für regulatorische Zwecke, deutsche Fassung der entsprechenden EN ISO aus dem Jahre 2009. Für die Herstellung von Medizinprodukten wie Verbandsstoffen, Instrumenten, Untersuchungs- und Therapiegeräten usw. sind wegen der besonderen Vorsichtsmaßnahmen spezielle Anforderungen für Unternehmen, die Medizinprodukte erzeugen, in der EN ISO 13485 von der europäischen Normungsorganisation CEN herausgegeben worden
  DIN EN ISO 14001:2009-11 Umweltmanagementsysteme - Anforderung mit Anleitung zur Anwendung, korrigierte Fassung, inhaltlich weitestgehend identisch mit DIN EN ISO 14001:2005
  DIN EN ISO 19011 Leitfaden für Audits von Qualitätsmanagement- und / oder Umweltmanagementsystemen
  DIN EN ISO 22000 Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit. Diese Norm vom November 2005 soll die Normenvielfalt in der Lebensmittelbranche ablösen soll. Sie befolgt das HACCP-Konzept des Codex Alimentarius der FAO und erleichtert auch die Umsetzung der EG-Verordnung 178/2002 für die Lebensmittelindustrie. Sie ist entstanden aus der Zusammenarbeit der internationalen Lebensmittelindustrie mit der FAO und der WHO und anderen. Sie lehnt sich eng an die ISO 9001:2000 an und ist zertifizierbar.
  DIN EN ISO 3834 Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen metallischer Werkstoffe; ein branchenspezifisches QM-System für Schweißfachbetriebe. Es beschreibt zusätzliche Forderungen zur ISO 9001 an Schweißfachbetriebe ua. an Einrichtungen, die Qualifikation des Personals, an die eingesetzten Produktions- und Schweißverfahren sowie an die Überwachung und Kontrolle. Vorläufer war die DIN EN 729 s.a. DVS 0712.
  DIN EN ISO 9000:2005 Qualitätsmanagementsysteme - Grundlagen und Begriffe
  DIN EN ISO 9001:2008 Novelle der Norm über Qualitätsmanagementsysteme aus dem Jahre 2008, nach den letzten großen Novelle (Prozessorientierung) im Jahre 2000, die die bis dato elementorientierte Norm mit 20 QM-Elementen aus dem Jahre 1994 (DIN EN ISO 9001:1994) abgelöst hat. Besonderheiten der 2008-er Novelle ist die stärkere Betonung der Selbstverpflichtung der obersten Leitung auf das QMS, die nachgewiesen werden muss; die stärkere Notwendigkeit zur Lenkung ausgelagerter Prozesse; die stärkere Einschränkung einer rein externen QMB-Beauftragung (obwohl sich in der Praxis nicht viel ändern muss), die stärkere Betonung und Orientierung an behördlichen und gesetzlichen Anforderungen an die Produkte (und nicht mehr allgemein an das Unternehmen).
  DIN EN ISO 9004:2009-12 Leiten und Lenken für den nachhaltigen Erfolg einer Organisation - ein Qualitätsmanagementansatz (deutsche Fassung der ISO 9004:2009)
  DIN ISO 10002:2010-05 Qualitätsmanagement - Kundenzufriedenheit - Leitfaden für die Behandlung von Reklamationen in Organisationen
  DIN ISO 10005:2009 Qualitätsmanagementsysteme - Leitfaden für Qualitätsmanagementpläne (QM-Pläne)
  DKD Deutscher Kalibrierdienst,
  DMAIC Regelkreis der six-sigma-Philosophie zur Prozeßverbesserung. Define (Definiere das Problem) -. Measure (Messe) - Analyse (Analysiere) - Improve (Verbessern) - Control (Überwachen). Zu jedem dieser fünf Punkte gibt es je nach Aufgabenstellung verschiedene Methoden wie z.B: SIPOC oder Kano usw.
  DmbA Dokumente mit besonderer Archivierung gem. VDA Band 2
  DoE Design of Experiments, Methode zur systematischen Entwicklung neuer Produkte und zur Reduzierung der Versuche in diesem Zusammenhang
  Dokumente Dokumente mit Anweisungscharakter wie QMH-Texte, Verfahrensanweisungen, Eingangsrechnungen, nicht ausgefüllte Vordrucke, Lastenheft
  EFQM Die "European Foundation for Quality Management" hat ein Modell für Business Excellence als internationales Zielsystem und Richtlinie erarbeitet. Es gilt in Europa als das TQM - System und ist Grundlage für den Europäischen Qualitätspreis EQA (www.efqm.org).
  Eichen Prüfung einer Meßeinrichtung auf Übereinstimmung mit dem Eichgesetz mit dem Ziel des Verbraucherschutzes. Dies umfaßt die Überprüfung, ob die Beträge der Meßabweichung des jeweiligen Gerätes die zulässige(n) Fehlergrenze(n) nicht überschreitet. Anschließend Kennzeichnung des Meßgerätes durch das Eichamt oder dessen Beauftragte. Im Eichgesetz ist festgelegt, welche Meßgeräte geeicht werden müssen. Beispielsweise Waagen in einem Lebensmittelhandelsbetrieb oder Zapfsäulen in Tankstellen. Nicht verwechseln mit Justieren und Kalibrieren.
  Eingangsprüfung Annahmeprüfung an einem gelieferten Produkt
  Eingriffsgrenzen obere und untere Grenze einer Qualitätsregelkarte bei Prüfungen nach SPC
  EinhV Ausführungsverordnung zum Gesetz über Einheiten im Meßwesen
  EMBP Erstmusterprüfbericht (s.dort), neue Abkürzung PPF (s.dort)
  EN 9100:2010 QMS - Anforderung an Organisationen der Luftfahrt, Raumfahrt und der Verteidigung; Zertifizierungsgrundlage für das QMS in der Luft- und Raumfahrtindustrie für Zulieferer von Airbus, Boing u.a. als branchenspezifische Ergänzug zur ISO 9001.
  Endprüfung Letzte Qualitätsprüfung vor Übergabe an den Kunden
  Entwicklungsverifizierung Prüfen auf Erfüllung der im Lastenheft enthaltenen Forderungen
  EQA European Quality Award. Europäischer Qualitätspreis, der jährlich an Unternehmen vergeben wird. Bewerben kann sich jedes Unternehmen, das den EQA-Kriterien (EFQM) entspricht. Die Vorbereitungszeit beträgt ca. vier Jahre. Grundvoraussetzung ist ein zertifiziertes QM - System nach ISO 9001. Aufbauend darauf ist das EFQM - Modell zu praktizieren. Der Preis wird seit 1992 vergeben.
  Erstmusterprüfbericht Erstmuster sind die ersten unter Serienbedingungen hergestellten Erzeugnisse. Sie werden nach dem alten VDA Band 2 und QS - 9000 - PPAP einer umfangreiche Prüfung unterzogen. Ein EMPB ist in der Autozulieferindustrie auch bei technischen Änderungen auszufüllen. Ziel ist die Vermeidung von Fehlern in der frühesten möglichen Serienphase. Dient dem Erhalt der Serienfreigabe durch den Kunden. Dieser Begriff ist durch den VDA Band 2 in der 4. Auflage 2004 durch den PPF-Bericht dh. "Produktionsprozeß- und Produktfreigabe" Bericht abgelöst worden
  EurepGAP privatwirtschaftlich organisiertes Qualitätssicherungssystem für landwirtschaftliche Produkte weltweit
  EU-Richtlinie englisch: EC Directive; RL müssen zur ihrem Gültigwerden erst von den nationalen Parlamenten in nationale Gesetze, Verordnungen oder andere Rechtsnormen in einem in der RL festgesetzten Zeitrahmen umgesetzt werden.
  EU-Verordnung englisch: EC Regulation; EU VO gilt direkt in allen EU-Mitgliedsstaaten ohne, dass nationale Parlamente zustimmen müssen. Beispiele sind die EU-Verordnung über Lebensmittelhygiene, die REACH- oder GHS-Verordnung über Chemikalien.
  Fähigkeitsuntersuchungen Untersuchung der Maschinen- bzw. Prozeßfähigkeit (s. dort) z.B. mit Fehlerkarten (QRK) (s.dort).
  FBA Fehlerbaumanalyse. Methode zur Ursachenanalyse für ein unerwünschtes Ereignis
  Fehler Nichterfüllen einer Forderung, Nichtkonformität, englisch: Non conformity NC
  Fehlerart Man unterscheidet zählbare (attributive) Fehler wie z.B. Kratzer in einem Lack und meßbare (variable) Fehler wie z.B. Volumenabweichungen bei der Abfüllung von Flüssigkeiten. Eine dritte mögliche Fehlerart sind schätzbare Fehler wie z.B. der Grad der Ordnung in einer Instandhaltungswerkstatt.
  Fehlerhaftes Produkt nach ISO 9001 Produkt oder Dienstleistung, welche die geforderte Spezifikation, Forderung nicht erfüllt. (Dazu müssen die Anforderungen an ein Produkt schriftlich festgelegt sein - ansonsten gelten die gesetzlichen und üblicherweise zu erwartenden Anforderungen.)
  Fehlerkarte auch Qualitätsregelkarte (QRK) genannt. Hilfsmittel zur Prozeßüberwachung im Rahmen von SPC (s.dort). Stichproben werden entnommen, untersucht und die Ergebnisse in der Fehlerkarte eingetragen. In der Karte sind die Toleranz- und Eingriffsrenzen eingetragen, so daß Eingriffserfordernisse zur Prozeßregelung unmittelbar erkennbar sind.
  Fehlerort Örtliche Lage eines Fehlers in der betrachteten Einheit z.B. einem Teil
  Fehlersammelkarte Systematische Aufzeichnungen von Fehlern mit Hilfe von Strichlisten o.ä. zur Ermittlung von Fehlerschwerpunkten und der Suche nach Gegenmaßnahmen z.B. durch die Pareto-Analyse (s.dort)
  FIFO first in - first out, engl. System der Lagerhaltung und in der Buchhaltung, bei welchem die am längsten gelagerten Materialien zuerst entnommen werden. Qualitätsrelevant bei nicht alterungsbeständigen Gütern oder bei ungenügenden Lagerbedingungen wie hohe Feuchte.
  First Party Audit internes Audit
  Fischgräten-Diagramm auch Ursache-Wirkungs- oder Ishikawa-Diagramm genannt. Eignet sich zur Suche nach Produktionsfehlern, Reklamation, Umsatzrückgängen bei einem bestimmten Produkt oder nach einem Unfall. Es kann auch zur Verbesserung von Systemen herangezogen werden. Das Ishikawa-Diagramm kann als vereinfachte Fehlerbaumanalyse bezeichnet werden. Das Problem, der Fehler etc. wird rechts in einem Kreis dargestellt, zu dem das "Rückgrat" der Fischgräten zeigt. Die davon abgehenden "Fischgräten" sind wichtige Einzelursachen-Kategorien.
  Flußdiagramm auch Ablaufdiagramm oder Prozeßdiagramm. Stellt bildlich die Schritte eines Prozesses dar.
  FMEA Failure-Mode-and-Effect-Analysis, engl. Fehlermöglichkeits- und Einfluß-Analyse. Standardisierte Vorgehensweise zur Analyse und Vermeidung möglicher Fehler und Risiken im Vorhinein. Prozeß-, System- und Produkt- bzw. Konstruktions-FMEA
  FMEA-Fomblatt bestellbar bei Henrich Druckerei, Frankfurt/M in DIN A 3 Format
  Formtoleranzen beschreiben die zulässigen Abweichungen der Geradheit, der Ebenheit, der Rundheit oder der Zylinderform. Form- und Lagetoleranzen werden in Zeichnungen mit Symbolen nach DIN ISO 1101 dargestellt.
  FTA s.a. FBA
  Führung erstes Kriterium im Rahmen des EFQM Modells für Business Excellence. Im Streben zur Weltklasse zählt vor allem Führung. "Mitarbeiter handeln so, wie ihre Führung es vorlebt." Sichtbares Engagement und Vorbildfunktion aller Führungskräfte sind eine Grundvoraussetzung für TQM. Wie alle EFQM-Kriterien wird es mit einem vorgegebenen Punktesystem bewertet.
  Gemba japanisch für "Ort des Geschehens", das ist der Ort, wo Geld verdient (oder auch "verbrannt" wird), also die Fabrikhalle, die Werkstatt, die Büros für die Auftragsabwicklung usw. Die japanische Kaizen-Bewegung sagt: Gehe zu Gemba und Suche nach Muda und Muri. Setze pro Monat 2 gute Ideen um. Nach einem Jahr erkennen Sie Ihr Unternehmen nicht mehr wieder. Wer Interesse an Unterstützung hat, kann sich bei der Unternehmensberatung Stottrop in Köln melden.
  Geschäftsergebnisse Neuntes Kriterium im Rahmen des EFQM-Modells für Business Excellence. Hier geht es um finanzielle und nicht-finanzielle Erfolge der Organisation. Letztlich das oberste Ziel.
  gesellschaftliche Verantwortung Ergebnis-Kriterium im Rahmen des EFQM-Modells. Hier geht es um Umweltschutz, soziale Verantwortung. Im Grunde alles, was dem positiven Image einer Organisation in der Gesellschaft dienlich ist.
  GLP Good Laboratory Practice, Normenreihe für Labors, abgestimmt mit EU, OECD u.a. Regulatoren, gesetzlich geregelt für bestimmte Labortätigkeiten
  GMP Good Manufacturing Practice - branchenspezifische QM-Spezifikation für die Pharmazeutische, Lebensmittel- und FuttermittelIndustrie, die in der entsprechenden EU-Richtlinie genannt wird, angelehnt an WHO Guidelines
  GOST R-Zertifizierung Erforderlich für den Export von Maschinen, Anlagen, elektronitechnischen Produkten, Medizinprodukte, Lebensmittel, Spielzeuge etc. in die Russische Föderation. Die GOST R-Pflicht-Zertifikate werden bereits bei der Entzollung aller zertifizierpflichtigen Erzeugnisse in Rußland benötigt. Sie dienen als Konformitätsnachweis zu russischen Normen. Basis sind Sicherheitsprüfungen. Man kann sie sich vorstellen als EN-Normen mit russischen Abweichungen und Ergänzungen wie z.B. QMS-Erfordernisse des Lieferanten.
  GUM Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement = Leitfaden zur Ermittlung der Meßunsicherheit nach DIN ENV 13005.; vgl. auch Prüfmittelfähigkeit
  HACCP Hazard Analysis and Critical Control Points zu deutsch: Gefahrenanalyse an kritischen Kontrollpunkten. Ein Managementsystem für die Lebensmittelbranche und verwandete Industrien, das seit Anfang der 80er Jahre angewandt wird. HACCP wurde von der NASA für die bemannte Raumfahrt entwickelt. Es ist ein Risikomanagementsystem für alle Unternehmen der Lebensmittelbranche von der Herstellung über den Transport, Lagerung, Verarbeitung bis hin zum Verkauf. Dieses System dient der Umsetzung der LMHV (Lebensmittelhygieneverordnung), die wiederum die EU-RL 93/43/EWG umsetzt.
  HACCP- kritische Kontrollpunkte Kritischer Kontrollpunkt bei der Herstellung von Lebensmitteln, der bei fehlender Überwachung oder unzureichenden Korrekturmaßnahmen zu einem Gesundheitsrisiko der Verbraucher führen kann. In einer Flaschenabfüllung sind dies unter anderem z.B. Rohwareneingang Muttersäfte, Lagerung in Tanks, Rückstandskontrolle in Flaschen usw. Kritische Kontrollparameter dazu sind Geruch, Geschmak, Temperatur, Laugenreste.
  HACCP-Einführung Gefahrenanalyse und Festlegung der CCP (critical controll points), Grenzwerte für die CCPs festlegen, Korrekturmaßnahmen festlegen, falls der Grenzwert eines CCPs überschritten wird; Umsetzen als System (PDCA-Zyklus)
  Handbuch siehe QM-Handbuch
  Histogramm Ein Säulendiagramm, in dem gesammelte Daten zu Klassen zusammgegefaßt werden. Die Höhe einer Säule entspricht der Anzahl der Daten in der entsprechenden Klasse.
  IFS Version 4 International Food Standard - Norm für Hygienanforderungen für die Lebensmittelindustrie;wird von deutschen und ausländischen Lebensmittelhändlern wie ALDI, METRO, EDEKA etc. von Ihren Lieferanten gefordert.Gültig ist die Version 4 vom März 2004
  IMS Integrierte Managementsysteme, bei denen Qualität- nach ISO 9001, Umwelt- nach ISO 14001 und ggf. Arbeits- und Gesundheitsschutz nach BS OHSAS 18001 in einer Verantwortung und einem Handbuch usw. zusammengefaßt sind.
  Informationsschutz Schutz von Daten, Informationen vor unbefugter Veränderung, Manipulation oder unerwünschter Weitergabe un der Abwehr von Risiken für Informationsträger wie Feuer, Wasser, Diebstahl. Schützenswerte Objekte sind EDV-Dateien, USB-Sticks, Patent-Informationen, FuE-Informationen, Manuskripte, Meßberichte usw. Maßnahmen zur Informationssicherheit lassen sich in technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen unterscheiden. Technische Maßnahmen sind Einbruchmeldeanlagen, Videosysteme, Verschlüsselungen im Mailverkehr. Organisatorische Regelugnen sind Regelungen zum Umgang mit USB-Sticks. Verwandte Gebiete sind Datenschutz, Datensicherung. s.a. www.bsi.de (dort: IT-Grundschutzhandbuch)
  Informationsschutzaudits Audits zum Thema Informationsschutz
  Inspektion Prüfung als Teil der Instandhaltung gemäß DIN 31051 ist die Ermittlung und Beurteilung des Ist-Zustandes von Arbeitsmitteln und Anlagegütern. Das Intervall der Prüfungen ist nach § 3 BetrSichV als Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsmittel festzulegen. Für zahlreiche Arbeitsmittel wie Krane, kraftbetätigte Tore, Druckbehälter gibt es Regeln aus dem Bereich der Arbeitssicherheit in Bezug auf Prüfungsrhythmen, -inhalte und Prüfer.
  Instandhaltung kann nach DIN 31051:2003 "Grundlagen der Instandhaltung" in folgende Schritte unterteilt werden: Inspektion, Wartung, Instandsetzung sowie Verbesserung. Inspektion ist eine Prüfung auf Mängel. Wartung bedeutet Austausch von Verschleißteilen wie Dichtungen, Filter oder beweglichen Teilen und Flüssigkeiten wie Ölen, werterhaltende Reinigung. Instandsetzung bedeutet häufig Reparatur und Verbesserung ist eine Ertüchtigung von Anlagen und Arbeitsmitteln.
  Instandsetzung oder auch Reparatur genannt, ist ein Teil der Instandhaltung nach DIN 31051. Ein defektes Arbeitsmittel wird durch Instandsetzung, Reparatur, wieder in den ursprünglichen, funktionsfähigen Zustand gebracht.
  Ishikawa-Diagramm nach seinem Erfinder Kaoru Ishikwa genanntes System zur Visualisierung von Problemlösetechniken, s.a. Fischgräten-Diagramm
  ISO / IEC 17025:2000 Norm über "Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien"
  ISO / TS 16949 Weltweite Norm seit Frühjahr 1999 zur Ergänzung der ISO 9001 für die Automobilindustrie. Soll die VDA 6.1 und QS 9000 als regionale Forderungen ablösen.
  ISO 10014:2006 Qualitätsmanagementsysteme - Leitfaden zur Erzielung finanziellen und wirtschaftlichen Nutzens - deutschsprachige Version nur als ÖNORM verfügbar vom Österreichischen Institut für Normung, Wien
  ISO/TS 16949 Vornorm 2009 ein branchenspezifisches QM - System für Automobilzulieferfirmen. Es löst die alten QS-9000 der US big three sowie die deutsche VDA 6.1 sowie sonstige europäische Forderungen wie AVSQ usw. ab. Übergangsfristen für alte Zertifikate bis 2004 (DC AG)bzw. Ende 2006 (Ford, GM), was QS-9000-Zertifikate angeht.
  JIT just in time. Lieferung direkt ans Fließband.
  Juran, Joseph Weltweiter Pionier des Qualitätsmanagements
  Justieren Eingriff in das Meßinstrument zur Beseitigung einer systematischen Meßabweichung z.B. Einstellung des Nullwertes bei einer Waage durch Drehen an einer Einstellschraube, das heißt mit Eingriff in das Messgerät.
  Kaizen japanisch; Kai = Veränderung, zen = Gut; zu deutsch etwa: ständige Verbesserung; siehe z.B. KVP, 5S, TQM, Muda, Muda Walk, Muri (Nutzen Sie die Suchfunktion unter Strg + F)
  Kalibrieren siehe Kalibrierung
  Kalibrierschein Ergebnis der Kalibrierung eines Meßinstruments, eines Prüfmittels. Er dokumentiert zusammen mit dem Kalibrierzeichen die Rückführung auf das nationale Normale
  Kalibrierung Kalibrieren ist das Feststellen einer möglichen Abweichung der Anzeige eines Messgeräts vom richtigen Wert der Messgröße. Dabei legt man dem Gerät ein Objekt mit bekannten Maßen vor – ein so genanntes Normal – und bestimmt die Abweichung der Anzeige vom bekannten Maß. Das Ergebnis und die zugehörige Messunsicherheit werden in einem Kalibrierschein festgehalten. Verwandte Tätigkeiten sind das Justieren und das Eichen. Kalibrieren ist im Gegensatz zum Eichen nicht gesetzlich direkt gefordert. Falls ein Unternehmen jedoch nach ISO 9001 zertifiziert ist, verpflichtet es sich selber, Messgeräte, die einen direkten Einfluss auf die Produktqualität haben, zu kalibrieren. Dies geschieht in der Regel durch externe, akkreditierte Kalibrierdienste oder Kalibrierlabors. Überwachungsmittel, das sind Prüfmittel ohne direkten Einfluss auf die Produktqualität, müssen nicht kalibriert werden. Festeingeschweißte Fieberthermometer zum Beispiel können kalibriert, nicht jedoch justiert werden.
  Kalibrierungshierarchie Nationales Normale - DKD-Prüflabor - Werkskalibrierung - werkseigene Prüfmittel - Produkt. Sie dient zur Rückführung auf das nationale Normale. Das höherrangige Normal sollte höchstens 1/3 der Unsicherheit des nachfolgenden Normals aufweisen.
  Kalibrierzeichen besteht aus drei Teilen: laufende Registriernummer, DKD-Registriernummer sowie die Angabe des Monats und des Jahres der letzten Kalibrierung. Das Kalibrierzeichen und der Kalibrierschein dokumentieren die Rückverfolgbarkeit auf das jeweilige nationale Normale.
  Kanban japanisch: Schildchen; ein von Toyota entwickeltes System zur Regelung mehrstufiger Produktionssysteme. Dabei werden "Warenkörbe" und "Karten" verwendet.
  Kennzahl Mit Kennzahlen lassen sich komplexe Sachverhalte kurz und prägnant darstellen. Sie können zur Meßlatte für den künftigen Erfolg werden. Sie stellen immer Meßwerte dar. Man unterscheidet absolute KZ, die sich ohne weitere Berechnung verstehen lassen, von Verhältnis-Kennzahlen, die mehrere Zahlen in ein Verhältnis zueinander setzen. Weiterhin gibt es Richtzahlen.
  Konformität Übereinstimmung
  Konsilager Konsignationslager, Außenlager
  Korrekturmaßnahme Aktion zur Behebung von Fehlern
  Kraftfeldanalyse Methode zur Analyse von zukünftigen Aufgaben oder Themen. Hemmende und treibende Kräfte werden benannt und ihre Stärke durch die Strichlänge dargestellt.
  Kritische Qualitätsmerkmale Produktvorschriften wie Maße, Tests, sonstige Spezifikationen, die einen Einfluß auf die sichere Funktion des Produkts haben. Auch kritische Kundenkriterien bezeichnet. Sie müssen im Kontrollplan enthalten sein. Für jedes k.Q. ist eine Prüfspezifikation zu erstellen. s.a. Annahmekriterien
  Kundenzufriedenheit Weit mehr als die Hälfte der unzufriedenen Kunden beschweren sich nicht. Ein guter Grund, die Kunden nach ihrer Zufriedenheit zu befragen. Nach der ISO 9001:2008 muß sie überwacht werden.
  KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozeß. Kleinere Verbesserungsschritte dienen der Optimierung des Gesamtsystems. Wirksame Methoden dazu sind neben internen Audits und Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen 5S, SMED, TQM, SWOT, Gehe zu Gemba und suche Muda und Muri!, englisch: CIP = Continuous Improvement Process (siehe jeweils dort, nutzen Sie die Suchfunktion mit Strg + F)
  Lagetoleranzen beziehen sich auf zulässige Abweichungern der Parallelität, der Rechtwinkligkeit, der Neigung, der Koaxialität, der Symemetrie und der Position. Form- und Lagetoleranzen werden in Zeichnungen mit Symbolen nach DIN ISO 1101 dargestellt.
  Lastenheft Kundenforderungen, Grobkonzept. Es geht darum, was und ggf. wofür etwas gemacht werden soll. Wird häufig vom Kunden, Auftraggeber erstellt. Es kann aber auch vom Projektleiter des Lieferanten oder des Dienstleisters geschrieben werden, um dann vom Kunden, Auftraggeber abgezeichnet zu werden. Wenn der Auftrag erteilt wird, wird es anschließend von Projektteam des Auftragnehmers in das Pflichtenheft übersetzt. Siehe auch VDI 2519, VDI/VDE 3694 oder DIN 69905.
  LEP Ludwig-Erhard-Preis, vergleichbar dem EQA (European Quality Award) ist eine Auszeichnung für Spitzenleistungen im Wettbewerb. Wird jährlich vergeben. In 2001 jedoch kein Gewinner, jedoch mehrere Finalisten.
  Lieferantenaudit Beurteilung der Qualitätsfähigkeit des Lieferanten mittels eines Audits durch Mitarbeiter des Kunden auf dem Gelände des Lieferanten
  Lieferantenrisiko Die Wahrscheinlichkeit, daß ein geliefertes Los zurückgewiesen wird. Dies ist der Fall, wenn dessen Ausschußanteil gleich dem AQL-Wert ist.
  Liste der zugelassenen Lieferanten Auflistung der für die Beschaffung genehmigten Lieferanten mit Name, Adresse und Art der Lieferung bzw. Leistung. Dies ist für die qualitätsrelevanten Lieferanten in der ISO 9001 vorgeschrieben.
  LMHV Lebensmittelhygiene Verordnung, siehe auch HACCP. Sie gilt für das gewerbsmäßige Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln in Deutschland.
  M7 s. Sieben Management-Werkzeuge
  Magisches Dreieck des Marketing Güter - Firma - Mitarbeiter; engl. Gem triangle
  Management-Review Bewertung des QM - Systems durch die oberste Leitung, wird in Abschnitt 5.6 der ISO 9001 beschrieben. Es wird nicht das Management als solche bewertet, sondern das oberste Management bewertet "sein" QM-System.
  Maschinenfähigkeit Im Gegensatz zur Prozeßfähigkeit werden nur die maschinenbedingten Einflüsse auf den Fertigungsprozeß betrachtet. Andere beeinflussende Faktoren können z.B. in der Umgebung liegen. Sie zeigt, daß die Maschine grundsätzlich die geforderten Toleranzen fertigen kann. Sie kann vom Maschinenlieferanten angefertigt werden. Gemessen mit Maschinenfähigkeitsindices. Es gibt Cm (Streuungsmaß) und Cmk (Niveaumaß).
  Median Der mittlere Wert in einer aufsteigend angeordneten Zahlenreihe. Bei der Zahlenreihe 1,2,3,4,5 ist 3 der Median. Bei unregelmäßigen Verteilungen besser als das arithmetische Mittel zu verwenden, da letzteres durch "Ausreißer" gestört wird.
  Merkmal Eigenschaft
  Meßbereich Eigenschaft eines Meßgerätes, bei deren Übeschreitung es Schaden nehmen kann. Bei digital anzeigenden Geräten kann dies nicht immer erkannt werden. Daher ist bei derartigen Apparaten der Kenntnis und der Einhaltung des Meßbereiches besondere Achtung zu schenken. Bei hochwertigen Geräten ist jedoch häufig ein Überlastschutz vorhanden.
  Messmittel nach ISO 9001 Abschnitt 7.6 Prüfmittel zum Prüfen kritischer Qualitätsmerkmale. Das sind solche Merkmale, die direkten Einfluss auf die Produktqualität haben. Sie werden von der ISO 9001 auch als Messmittel bezeichnet. Gegensatz: Überwachungsmittel, die Merkmale messen, die keinen direkten Einfluss auf die Produktqualität haben. s.a. Prüfmittel, Überwachungsmittel (Nutzen Sie die Suchfunktion mit Strg + F)
  MFMEA   Potential Failure Mode & Effects Analysis for Tooling & Equipment (Machinery FMEA) Version 01.00, 11/01
  MFU Maschinenfähigkeitsuntersuchung (s.a. Cm und Cmk-Wert)
  Mitarbeiterorientierung Befähiger-Kriterium im Rahmen des EFQM-Modells für Business Excellence.
  Mitarbeiterzufriedenheit Ergebnis-Kriterium im Rahmen des EFQM-Modells.
  Mitgeltende Unterlagen Zusätzliche Dokumente im Zusammenhang mit einem QMH-Kapitel oder einer Verfahrensanweisung. Das können Checklisten, Musterformulare u.ä. sein.
  Mittelwert arithmetisches Mittel; im Unterschied zu Modus und Median
  Modus Maß für die Lage von Werten in einer Verteilung ähnlich wie Median und Mittelwert. Der Modus gibt den Wert in einem Satz an Zahlen an, der am häufigsten erscheint. Bei U-förmigen Verteilungen besser als Mittelwert und Median geeignet, eine zentrale Tendenz der Zahlen anzugeben.
  MPG Medizinproduktegesetz
  MSA   Measurement Systems Analysis Version 03.00, 3/02, Prüfmittelverwaltung, aus der US-big-three automotive-Forderung (bis Ende 2006 für Nicht-DC-Kunden)
  Muda japanischer Ausdruck für Verschwendung - im Grunde alles, was den Wert der Dienstleistung oder des Produktes nicht erhöht. Die 7 Mudas sind: Überproduktion, Unnötige Bestände, Unnötiger Transport bzw. unnötige Bewegung, Stillstände, organisatorische Mängel, unnötige Vorgänge / Doppelarbeit, Produkt- oder Dienstleistungsfehler.
  Muda Walk japanisch-englisch für "Gehe nach Gemba und suche nach Muda (Verschwendung) und Muri (Überlastung) und setze monatlich 2 gute Ideen um. Eine gedanklich einfache, aber praktisch herausfordernde Methode, um Kosten zu senken und die Firma nach vorne zu bringen.
  Muda Walk Checkliste Können Sie bei Unternehmensberatung Stottrop anfordern
  Muri japanischer Ausdruck für Überlastung. Alles, was überlastet ist. Droht eines Tages ungeplant auszufallen. Die 4 berühmten Mudis sind: überlastete Menschen, überlastete Maschinen oder Werkzeuge, überlastetes Material, Verschleißfördernde Methoden.
  Nacharbeit Korrekturmaßnahme an einem fehlerhaften Produkt zur Herstellung der Konformität
  nationales Normal Das in einem Staat durch offiziellen Beschluß als Grundlage für die Festlegung aller nachgeordneten Normalen festgelegte Größe. Vergleichbar dem früheren "Urmeter" in Paris. Bei einer Kalibrierung ist das Meßgerät auf das jeweilige nationale Normal in einer lückenlosen Kalibrierkette zurückzuführen. Die nationalen Normale in Deutschland werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) betreut. Dort steht zum Beispiel die Cäsium-Uhr, deren Ausgangssignal das Zeitnormal in Deutschland darstellt.
  Norm von anerkannten Institutionen erstellten allgemeinen Regeln wie z.B: ISO 9001. Normungsinstitutionen sind u.a. DIN, CEN, ISO, VDE, VDI, VDMA
  Normen der Instandhaltung DIN 31051 Grundlagen der Instandhaltung, VDI 2890 Planmässige Instandhaltung, VDI 2887 Qualitätsmanagement in der Instandhaltung, DIN 31052 Inhalt und Aufbau von Instandhaltsanleitungen, DIN EN 13460 Dokumente für die Instandhaltung, VDI 2886 Benchmarking in der Instandhaltung, VDI 2893 Bildung von Kennzahlen für die Instandhaltung,
  Normen für HACCP-Zertifikate IFS für die Lebensmittelindustrie, BRC/IoP für Verpackungshersteller, BRC Food für Lebensmittelbetriebe, BRC/FDF (genetisch veränderte Lebensmittel), DS 3027, EurepGAP, Codex Alimentarius. ISO 22000:2005, SQF 2000, SQF 1000, HACCP 9000 (USA), GOST R 51705 (Rußland), PDV-QC (Tierfutterexporte in die Niederlande)
  O.E.E. engl. Overall Equipment Effectiveness. Gesamtanlageneffektivität. Begriff aus dem TPM (s.dort). Produkt aus Gesamtnutzungsgrad, Leistungsgrad und Qualitätsgrad.
  OEG Obere Eingriffsgrenze im Rahmen des SPC
  Organigramm Bildliche Darstellung der Aufbauorganisation (Organisationsstruktur). Dabei geht es um das Gefüge zwischen Personen in einer Organisation im Hinblick auf Verantwortung und Befugnis. Alternative Darstellungsweise ist die Verantwortungsmatrix.
  Pareto-Analyse auch ABC-Analyse genannt. Säulendiagramm, das helfen soll, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.
  Pareto-Prinzip 20 % der Ursachen erzeugen oft 80 % der Probleme.
  Pflichtenheft Es beschreibt das "Wie" und "Womit" der Anforderungen des Lastenhefts, welches vom Kunden geschrieben wird. Das Pflichtenheft ist die "Übersetzung"" in die Sprache des Anbieters. Es ist detaillierter als das Lastenheft und wird vom Auftragnehmer, Lieferant erstellt. Beispiele sind in den Richtlinien VDI 2519 Blatt 1, VDI 3694, VDI 3633 und eine Begriffsdefinition ist in der 69905 enthalten.
  PFU Prozeßfähigkeitsuntersuchung (s.a.Cp- und Cpk-Wert)
  Poisson Verteilung eng mit der Binomial-Verteilung verwandt. Dient der Beschreibung von Ereignissen in einer Betrachtungseinheit. Beispiel: Anzahl der Telefon-Anrufe innerhalb von 5 Minuten in einer Telefon-Zentrale. Oder: Anzahl der Fehler je Baugruppe. Oder: Anzahl der Ausfälle einer Maschine in einem Jahr. Wie bei der Binomial-Verteilung können hiermit Vertrauensbereiche und Wahrscheinlichkeiten angegeben werden.
  Poka-yoke poka, japan. = Fehler, yoke, japan. = Vermeiden. Einrichtung zur Fehlervermeidung, meist technischer Natur.
  Politik und Strategie Befähiger-Kriterium des EFQM-Models zur Business Excellence. Formulierung eines Leitbildes und der Ziele für die Organisation.
  PPAP Production Part Approval Process, Freigabeverfahren für Lieferungen; beschreibt Anforderungen an die Erstbemusterung siehe QS 9000 - PPAP und VDA Band 2. Die Erstbemusterung bzw. das PPAP-Verfahren ist vom Lieferanten mindestens in folgenden Fällen durchzuführen: Änderung am Material, Änderung am Prozeß z.B. neue Werkzeuge, Einsatz eines neuen Lieferanten, Verlagerung auf andere Produktionsstandorte. Auf keinen Fall dürfen Erstmuster mit Serienteilen beigepackt werden. Auf Erstmustern sollte eine Aufschrift wie z.B. "Achtung Erstmuster! Bitte an die QS weiterleiten" angebracht sein. siehe auch PPF
  PPF Produktionsprozeß- und Produktfreigabe gem. Abschnitt VDA Band 2 "Sicherung der Qualität von Lieferungen", 4. Auflage 2004
  PPF-Bericht nach VDA Band 2 Auflage 2004, löst alte Bezeichnung "Erstmusterprüfbericht" (EMPB) ab. Er umfaßt Prozeßprüfungen und Produktprüfungen
  ppm engl., parts per million. Teile pro Millionen Teile. Gibt die Anzahl defekter Teile pro 1 Millionen produzierter, gelieferter oder angenommener Teile in einer bestimmten Zeiteinheit an.
  Produkt Produkt oder Dienstleistung nach ISO 9001:2000
  Produktaudit Beurteilung der Qualitätsmerkmale eines Produktes s.a. VDA 6.5
  Produktionsprozeß- und Produktfreigabe gem. VDA Band 2 von 2004: Bewertung der Prozesse der Lieferanten sowie Musterprüfung (früher Erstmusterprüfung mit Erstmusterprüfbericht)
  Prozeß Zentraler Begriff der ISO 9001:2000. Ein Ablauf, bei dem Eingaben in Ergebnisse umgewandelt werden.
  Prozeßaudit Beurteilung der Qualitätsfähigkeit von bestimmten Abläufen oder von speziellen Produkten bzw. Produktgruppen und deren Prozesse.
  Prozesse Befähiger Kriterium des EFQM Modells
  Prozeßfähigkeit Erweiterung der Maschinenfähigkeit um den Nachweis der Fähigkeit des gesamten Mensch-Maschine-Material-Methode und Umwelt-Systems zur Einhaltung der geforderten Parameter.
  Prozeßfähigkeitsindices Es gibt den Streuungsindex (cp-Wert) sowie den Niveauindex (cpk-Wert) im Rahmen der statistischen Prozeßregelung (SPR)
  Prozeßkostenrechnung Kostenrechnung, in der die Prozesse abgebildet werden. Dadurch können beispielsweise Kosten für die Reklamationsbearbeitung erfaßt werden.
  Prozeßlandschaft Bildliche Darstellung der wesentlichen Prozesse einer Organisation
  Prozeßorientierung Ausrichtung des Managementsystems auf die Prozesse einer Organisation zur Erhöhung der Effizienz und damit zur Kostensenkung.
  Prüfmittel Überbegriff zu Messmittel und Überwachungsmittel wie zum Beispiel Messschieber, Messuhren, Bügelmessschrauben, Drehzahlmesser, Drehmomentschlüssel, Fühlerlehren, Höhenmessgeräte, Parallelendmaße, Schichtdickenmessgeräte, Stoppuhren, Waagen, Manometer, Meß- und Anreißplatten, Voltmeter, Ohmmeter, Pipette, Bürette, sonstige Volumenmessgeräte und andere mehr. Siehe auch Überwachungsmittel, Messmittel (Nutzen Sie die Suchfunktion mit Str. + F)
  Prüfmittelüberwachung Prüfmittel einschließlich der Software müssen überwacht und instandgehalten und ggf. kalibriert sowie ggf. geeicht werden. s.a. Überwachungsmittel und Messmittel nach ISO 9001
  Prüfstatus Kennzeichnung eines Produktes mit der Angaben wie "geprüft", "gesperrt" oder "freigegeben".
  PTB Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig, Berlin; überwacht die Meßkette des DKD
  Q7 Sieben elementare Qualitätswerkzeuge überwiegend statistischer Natur. Dazu zählen Fehlersammelliste, Histogramm, Qualitätsregelkarte, Pareto- und Korrelationsdiagramm, Brainstorming und Ishikawa-Diagramm
  QFD engl. Quality Function Deployment, Qualitätsfunktionendarstellung. Hochentwickeltes und komplexes Werkzeug zur Planung der Qualität eines Produktes noch in der Entwicklungsphase. Dort werden die Anforderungen an Produkt und Prozeß genau definiert. Es gibt vier Phasen: Qualitätsplan Produkt, Q-Plan Konstruktion, Q-Plan Prozeß, Q-Plan Produktion.
  QM Qualitätsmananagememt
  QMB s.a. BdoL sowie Qualitätsmanagementbeauftragte/r (Suchen über Strg + F)
  QMH Qualitätsmanagement-Handbuch
  QMS Qualitätsmanagementsystem z.B. nach ISO 9001 oder EFQM
  Q-Politik Qualitätspolitik
  QRK Qualitätsregelkarte im Rahmen des SPC, s.a. Fehlerkarte
  QS 9000 3rd Edition Norm der "big three" der US - Autohersteller (Ford, GM und DC), vergleichbar den VDA-Normen, die in den VDA Bänden dargelegt werden, s.a. ISO/TS 16949. Besteht aus sieben Büchern, darunter fünf Tools (Werkzeug-Büchern): PPAP, APQP, FMEA, SPC und MSA.
  QSV Qualitätssicherungsvereibarung. Werden ergänzend zu Kaufverträgen und technischen Lieferbedingungen geschlossen. Sie betreffen Prüfverfahren beim Abnehmer und Qualitätsnachweise des Lieferanten. Teilweise wird diese Abkürzung auch als Qualitätssicherungsverfahrensanweisung benutzt. Neurer, gebräuchlicherer Abkürzung ist jedoch VA = Verfahrensanweisung
  Qualitätsanweisungen s.a. Arbeitsanweisung
  Qualitätsaufzeichnungen Aufzeichnungen, die um Rahmen des QM - Systems geführt werden. Meßprotokolle, Auditberichte und Wiegenoten sind Beispiele dafür.
  Qualitätsmanagementbeauftragte/r Nach ISO 9001:2008 Abschnit 5.5.2 ist dies ein Mitglied der obersten Leitung (meist als Stabsstelle), der oder die folgende Aufgaben hat:
1. Aufrechterhalten des QM-Systems,
2. der obersten Leitung über Leistungen des QMS und Notwendigkeiten zur Verbesserung berichten sowie
3. das Bewußtsein über die Kundenforderungen im gesamten Unternehmen fördern. Der interne BdoL bzw. QMB kann von einem externen Berater wie z.B. der Unternehmensberatung Stottrop unterstützt werden.
  Qualitätsnachweise s.a. Qualitätsaufzeichnungen
  Qualitätspolitik Umfassende Absichten und Zielsetzungen einer Organisation zur Qualität. Wird von der obersten Leitung erstellt bzw. genehmigt.
  Qualitätsprogramm Aufzählung von Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Budgets und Zeiträumen zur Umsetzung der Qualitätsziele
  Qualitätssicherung nach ATEX Anforderungen für Qualitätsmanagementsystem von Herstellern von Maschinen, Betriebsmitteln, Steuerungsteile usw., die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden sollen. Diese Forderungen werden im Anhang IV der EU RL 94/9/EG "ATEX-Produkt-Richtlinie" sowie in der ISO 9001 definiert.
  Qualitätsvorausplanung s. APQP
  Quantifizieren in Zahlen ausdrücken, mit Zahlen belegen
  QVP siehe Qualitätsvorausplanung
  RADAR Scoring System Analytisches Vorgehen im Rahmen der Bewertung eines Unternehmen nach dem Excellence Modell der EFQM, das mit dem Akronym "Results-Approach - Deployment - Assessment - Review" umschrieben wird. Die RADAR-Bewertungsmatrix ermöglicht jeder Organisation, ihren Stand auf dem Weg zu Business Excellence im Rahmen der EQA-Anmeldung zu bestimmen und sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen.
  Ressourcen Nach ISO 9001:2008: Personal, Infrastruktur, Arbeitsumgebung; wohingegen das EFQM-Modell auch Informationen und Finanzen sowie den Umgang mit Technologie einschließt.
  Review Bewertung
  RPZ Risikoprioritätszahl, im Rahmen der FMEA (s.dort)
  Rückverfolgbarkeit Eindeutige Identifizierung eines Produktes im Falle von Beschwerden oder Produkthaftung bis hin zu den Lieferanten
  Run engl., sieben Werte in einer Hälfte des Qualitätsregelkarte. Eingriffskriterium
  Schieblehre falscher Begriff für Meßschieber. (Bei manchen Auditoren bekommt man dafür eine Abweichung im Audit). Eine Lehre kann nicht messen, sondern nur gut-schlecht-Entscheidungen herbeiführen. Beispiel: Lehrdorn oder Formlehre (Winkel). Bei Meßschiebern ist zu prüfen, ob es sich um ein zu kalibrierendes Prüfmittel handelt. Die dabei zu benutzenden Parallelendmaße nach VDI/VDE/DGQ 2618 sollten spätestens alle fünf Jahre ebenfalls kalibriert werden.
  Schnittstelle Berührungspunkt zwischen zwei Organisationseinheiten, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten
  Second Party Audit Kunde auditiert Lieferant z.B. im Rahmen der Bewertung der Lieferanten
  Selbstbewertung eine umfassende, regelmäßige und systematische Überprüfung von Tätigkeiten und Ergebnisses des eigenen Unternehmens im Rahmen der Anmeldung für den EQA oder LEP. Die EFQM beschreibt mehrere Verfahren z.B. durch Fragebogen, Workshop oder der Simulation der Bewerbung.
  Self-Assessment s. Selbstbewertung
  SGF Strategisches Geschäftsfeld
  Sieben Management-Werkzeuge auch seven tools oder M 7 genannt. Es sind sieben Methoden, mit deren Hilfe Problem leicht strukturiert und visualisiert werden. Sie dienen der Datenanalyse, der Lösungsfindung und der Lösungsrealisierung. Zu ihnen zählen Affinitäts- und Relationendiagramm, Portfolio-, Matrix- und Baumdiagramm sowie Netzplantechnik und Problem-Entscheidungsplan.
  sigma (s) griechischer Buchstabe. Abkürzung für Standardabweichung, welche ein Maß für die Streuung in einer Verteilung ist.
  SIPOC Methode der six-sigma - Philosophie: Eine Prozeßanalyse aus folgenden Elementen: Supplier (Lieferanten) - Input - Process - Output - Customer (Kunde). Mit diesen Überschriften können die Prozesse dargestellt werden. Im nächsten Schritt können die Ausbeuten für jedes Element ermittelt werden. Mit Hilfe weiterer six-sigma-Methoden wie VOC oder Kano kann der Prozess verbessert werden.
  six-sigma Ausschußanteil ist kleiner gleich 0,0187 ppm. Cp = 2. Von Motorola als TQM - System in den 80er Jahren entwickelt. Zur Einführung ist ein Team mit genau definierten Rollen (Champion, Black Belt, usw.) erforderlich. Banktransaktionen z.B. erfüllen diesen Standard.
  skip lot übersprungenes Los bei der Annahmestichprobenprüfung attrivutiver Merkmale bei guter und stabiler Qualitätslage. Bei den übersprungenen Losen wird lediglich eine Identitätsprüfung durchgeführt.
  SOP Standard Operating Procedure, engl, Standard Verfahrensabläufe
  SPC engl., statistical process controll, statistische Prozeßregelung mit Hilfe von Qualitätsregelkarten bei fähigen und beherrschten Prozessen
  SQAS Safety and Quality Assessment System - ein QM - System für Transportunternehmen für Gefahrgüter, das vom europäischen Chemieverband CEFIC entwickelt wurde. Ein QM-System kann nach diesem Standard zertifiziert werden. Es gibt Beurteilungskriterien für Audits bei Gefahrgutbeförderungen.
  SQLO - Zertifizierung Für den Export von Druckbehältern, Boilern und Sicherheitsarmaturen in die Volksrepublik China erforderliche Firmen- und Produktzertifizierung. Sie ist zusätzlich zur ggf. erforderlichen CCC-Zertifizierung notwendig.
  Stichprobe Da eine 100% Prüfung meist zu aufwendig ist, wurden Stichprobensysteme nach ISO entwickelt. S.a. AQL
  Stichprobenanweisung macht eine Aussage über den Stichprobenumfang (n) und die Kriterien für die Annahme oder Rückweisung des geprüften Loses z.B. Annahmezahl c bei attributiven Prüfungen nach DIN ISO 2859.
  SWOT-Analyse Strenghts-Weaknesses, Opportunities and Threads - zu deutsche: Stärken-Schwächen sowie Chancen und Risiken Analyse - Ausgangspunkt für ein strategisch ausgerichtetes QM-System bzw. Managementsystem allgemein
  Systemaudit Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Managementsystems insgesamt. Dabei orientiert man sich überwiegend an den Festlegungen der zugrundeliegenden Norm z.B: ISO 9001. Es geht um die Vollständigkeit und Wirksamkeit der einzelnen Forderungen der Norm.
  TGA Trägergemeinschaft für Akkreditierung, aufgelöst seit 2010 in der DAkkS.
  Third Party Audit Audit durch einen unabhängige Stelle z.B. Zertifizierungsunternehmen
  TL 9000 branchenspezifische QM Norm für die Telekommunikationsindustrie vergleichbar der QS 9000 für die Automobilindustrie. Aufbauend auf der ISO 9001 werden Ergänzungen vor allem zu Hardware, Software und Service gefordert.
  TPM engl. Total Productive Maintenance. Ganzheitliches Konzept zur Instandhaltung unter Einbeziehung Aller. Zentraler Begriff ist die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness).
  TQM Total Quality Management. Normiert z.B. in dem EFQM-Modell zur Business-Excellence mit neuen Kriterien oder der DIN ISO 8402.
  TS 16949 siehe ISO / TS 16949 (Nutzen Sie die Suchfunktion über Strg + F)
  überwachte Prozesse Prozesse, die mit Hilfe von Kennzahlen überwacht werden.
  Überwachungsmittel Prüfmittel, die Merkmale messen, die keinen direkten Einfluss auf die Produktqualität haben. Sie müssen nicht extern kalibriert werden. Sie sollten jedoch intern gewartet und falls möglich justiert werden. s.a. Abschnitt 7.6 ISO 9001:2008
  UEG Untere Eingriffsgrenze im Rahmen des SPC
  Unterauftragnehmer Zulieferer, Subunternehmer z.B. Frachtführer bei Speditionen
  VA Verfahrensanweisung (s.dort)
  Validieren der Prozesse zur Produktion Forderung der ISO 9001 im Abschnitt 7.5.2; Festlegungen an Verfahren, Methoden und Qualifikation der Beschäftigten. Beispiel: Verfahren wie Schweißen, Kleben oder Löten können mittels Messung oder Überwachung nicht ausreichend verifiziert werden. Röntgenprüfungen u.ä. sind zu aufwendig. Daher werden Anforderungen an die Qualifikation und Prüfung der Schweißer, Anforderungen an die Werkstoffe etc. gestellt. Werden die Anforderungen an die Personalqualifikation usw. erfüllt, so gilt der Prozeß als valide und damit abgesichert. Methoden sind: Probebetrieb, Testläufe, Feldtests, Bewertung durch Kunden, Definieren und Erfüllen von Anforderung an die durchführenden Personen z.B. Flugzeugpilot oder Chirurg oder Schweißer mit regelmäßigen Prüfungen teilweise
  variable Prüfung messende Prüfung
  VDA Verband deutscher Automobilhersteller e.V, Ffm
  VDI Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf
  VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., Frankfurt /Main
  Verfahren Eine Art und Weise, wie eine Tätigkeit ausgeführt wird; ein Ablauf
  Verfahrensanweisung Beschreibt einen Ablauf, einen Prozess, der von mehreren Personen oder Abteilungen in einer bestimmten Reihenfolge eingehalten wird. Dieses Dokument verweist auf mehrere Arbeitsanweisungen und mitgeltende Unterlagen. Prozesse zeichnen sich durch einen genau definierten Start und ein genau definiertes Ende aus.
  Verifizieren für wahr erklären z.B. durch Zählen, Messen, Wiegen, Abmustern etc.. Bestätigen aufgrund von Untersuchungen, daß festgelegte Forderungen für einen speziell vorgesehenen Gebrauch erfüllt worden sind.
  Verordnung (EU) Nr. 852/2004 EU Verordnung über Lebensmittelhygiene - ersetzt die EG-RL 93/42/EG. Keine Umsetzung ins deutsche Recht erforderlich. Dennoch gibt es zur Detaillierung die deutsche LMHV - Lebensmittelhygiene-Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln
  Verschleiß nach DIN 50320 ist der fortschreitende Verlust von Material aus der Oberfläche fester Körper hervorgerufen durch mechanische Relativbewegungen fester, flüssiger und gasförmiger Körper und Gegenkörper
  Verschleißteile Dichtungen, Filter, Lager, Bremsbeläge alle bewegten und mechanisch stark beanspruchten Teile der Maschine, Anlage, eines Fahrzeugs oder eines Gebäudes.
  Verteilung Verteilung einer Anzahl von Daten über bestimmte Klassen. Beispiel Verteilung der Gehälter in einer Organisation. Zur Beschreibung einer Verteilung verwendet man häufig die Lageparameter (Mittelwert, Modus und Median) sowie die Streuparameter (Spanne, Varianz, Standardabweichung).
  Vertragsprüfung Kaufmännische und technische Prüfung eines Angebots oder einer Anfrage vor dem Vertragsabschluß mit dem Kunden. Dabei sind die relevanten Funktionen im Unternehmen eingebunden. Alter Begriff aus der ISO 9001:1994. Seit der 2000er Novelle der ISO 9001 wird dies durch den Abschnitt 7.2 der ISO 9001 "Kommunikation mit dem Kunden" ersetzt, der darüber hinaus auch noch Anforderungen an die sonstige Kommunikation mit Kunden etwa in Werbebroschüren, Internetseite u.ä. enthält. Das Ziel ist, dass man die Verprechen, die man dem Kunden gegenüber macht, auch einhält.
  Vorbeugemaßnahme im Endeffekt ähnlich wie eine Korrekturmaßnahme. Im Unterschied dazu bezieht sie sich jedoch auf Fehler, bisher noch nicht aufgetreten sind.
  WA Wertanalyse (s. dort)
  Wartung Maßnahmen zur Wahrung des Soll-Zustandes von Maschinen, Anlagen und Gebäuden. Wartung umfaßt das Nachstellen, funktionserhaltendes Reinigen, Nachfüllen oder Ersetzen von Betriebsstoffen und Verbrauchsmitteln wie Ölen und Filtern. Wartung ist oft ein Bestandteil der Gewährleistung. S.a. DIN 31051- Grundlagen der Instandhaltung
  Werksbescheinigung Prüfzeugnis nach der Norm DIN EN 10204:2005 durch den Hersteller als Bestätigung der Übereinstimmung mit der Bestellung durch eine nicht spezifische Prüfung nach Nr. 2.1 der Norm, englisch Declaration of compliance with the order
  Werksprüfzeugnisse nach DIN EN 10204 (alt) gibt es seit 1.1.2005 nicht mehr. Die "neue" DIN EN 10204 metallische Erzeugnisse - Arten von Prüfbescheinigungen" kennt diesen Begriff nicht mehr. Die "neue" Norm hat die Arten von Prüfbescheinigung von 7 auf 4 reduziert.
  Werkszeugnis Prüfzeugnis nach der Norm DIN EN 10204:2005 durch den Hersteller als Bestätigung der Übereinstimmung mit der Bestellung unter Angabe von Ergebnissen nicht spezifischer Prüfungen nach Nr. 2.2 der Norm, englisch Test report
  Wertanalyse Verfahren zur Gegenüberstellung von Nutzen und Aufwand eines Produktes bzw. von Produktteilen im Rahmen der Konstruktion bzw. der Verbesserung eines bestehenden Produktes mit dem Ziel der Erhöhung der Funktionalität und der Wirtschaftlichkeit s.a. DIN EN 1325-1, EN 12973 und VDI 2801. Sie wird teilweise von Abnehmern mit dem Ziel einer Preissenkung und/oder Qualitätsverbesserung durchgeführt.
  Zertifikat Zertifikate für QM - Systeme dürfen nur von akkreditierten Zertifizierern ausgestellt werden. Ihre Gültigkeit ist in der Regel auf drei Jahre beschränkt. Im Zertifikat wird der Gültigkeitsbereich exakt beschrieben. Jährlich finden in der Regel Überwachungsaudits statt.
  Zertifizierung Verfahren nach dessen erfolgreichen Ablauf, ein unparteiischer Dritte einer Organisation ein Zertifikat ausstellt.
  Zuverlässigkeit Fähigkeit eines Systems, für eine gegebene Zeit korrekt zu arbeiten. Dabei wird vorausgesetzt, dass das System zu Anwendungsbeginn korrekt ist und nur Ausfälle zur Unkorrektheit führen können. Zuverlässigkeit ist der zeitbezogene Aspekt der Qualität. Einflußfaktoren sind z.B. Instandhaltung, Instandhaltbarkeit, Funktionsfähigkeit.
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